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- Vaterlose
Töchter (Befragungs- und Buchprojekt)
gefördert durch die

Rund ein Drittel der Kriegskindergeneration des Zweiten Weltkriegs
wuchs in Deutschland nach 1945 ohne Vater auf. Vaterlose Söhne
haben bislang mehr Aufmerksamkeit gefunden als vaterlose
Töchter. Heute gehen Frauen mit vielen unbeantworteten und
teilweise erst heute gestellten Fragen den Spuren ihrer Väter
nach, die sie nie kennen gelernt haben, deren Verlust sie bis heute
schmerzhaft empfinden und deren Schatten sie bis heute begleiten. Sie
gehen den Spuren der Männer nach, die ihre Väter
hätten sein können. Sie sind entweder im Zweiten
Weltkrieg gefallen oder kehrten physisch sowie psychisch versehrt
zurück und konnten ihren Töchtern keine
väterliche Nähe und Zuwendung geben. Die
frühen Erfahrungen waren belastend, sie haben die Beziehungen
zu Partnern und Kindern beeinflusst und sind für die
Betroffenen wie für die Forschung hochaktuell.
Tagungen zu diesem Projekt:
08.-10. Februar 2010 - Ev. Bildungszentrum Bad Bederkesa
[Tagungsprogramm]
(PDF, 486KB)
22.-24. September 2011 - Katholische Akademie Franz Hitze-Haus Münster
Vaterlosigkeit in vaterarmen Zeiten, [Tagungsprogramm]
(PDF, 124KB)
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„Feinere
Aufschlüsse über die Nachwirkungen der Jugendbewegung kann man
gewinnen, wenn man sich die heutige Lebens- und Arbeitsart und die
Einflussrichtung der Menschen vergegenwärtigt, die aus ihr stammen,“
schrieb der Pädagoge Hans Bohnenkamp um 1960. Und er fügte hinzu: „Nur
jemand, der nicht dazugehört und trotzdem den Scharfblick der Nähe hat,
könnte sie glaubwürdig machen.“ Im folgenden seien zwei
Projektschneisen umrissen, die sich aus einer solchen Herausforderung
ergeben haben. Jugendbewegte Freundschaftsnetzwerke und ihre Diskurse über gesellschaftliche Verantwortung nach 1945
eignen sich in besonderer Weise, um Fragen nach jugendbewegten
Prägungen und Karrieren und den Einfluss jugendbewegt beeinflusster
Menschenbilder in der deutschen Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg
aufzunehmen. Es stellen sich zur Zeit u.a. folgende
Untersuchungsaspekte als besonders spannend heraus: a) Die
Selbstverständigung in Freundeskreisen nach 1945: „zwischen Ludwigstein
und Meißner“ b) Die Studienstiftung des deutschen Volkes: Förderung
einer „nicht nur intellektuellen, sondern auch in jedem Sinne
moralischen Elite“ c) Der Deutsche Akademische Austauschdienst: „der
Selbsterziehung freier Menschen dienen“ d) Die Gilde Soziale Arbeit:
Verantwortung „aus dem Erlebnis der Jugendbewegung“ e) Beiträge zum
Profil der Bundeswehr: Jugendbewegte Wertorientierungen und „Innere
Führung“ f) Pädagogische Neuorientierung und Politikberatung: „Annahmen
über den Menschen“ g) Gespräche über Anfang und Ende der
Jugendbewegung: „ein Generationenspiel?“
- Ferner zeichnet sich ein Konzept für einen Band mit „Quellen und Essays zur Geschichte der Jugendbewegung
ab, der einen anderen Blick auf die Geschichte der Jugendbewegung im
20. Jahrhundert eröffnet als dies in der ‚Kindtschen Dokumentation‘
(1963, 1968 und 1974) geschah, der bis heute zentralen Sammlung von
Material zur Geschichte jugendbewegter Biographien, Gruppen und Ideen.
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